Blickpunkt Gemeinde

Hallo, liebe Gemeinde!

Dass bei uns seit vielen Monaten vieles anders und eher „digital“ als „persönlich“ passiert, hat wohl jeder mitbekommen. Und weil nicht absehbar ist, wann wir die Gottesdienste wieder in der gewohnten Form am Sonntag mit „alle unter einem Dach“ durchführen können, muss unsere Technik aktuell deutlich mehr leisten, als dies normalerweise der Fall ist.

Normal ist, dass die Technik vor allem „Ton“ macht. Aktuell ist aber auch „Bild“ wichtig, denn ohne „Bild” bleibt der PC schwarz, es wäre nix von den Livestreams der Gottesdienste im Internet zu sehen.

Um hier die Last etwas besser verteilen zu können, bittet die Technik, dass sich technik-affine Mitglieder oder Freunde der Gemeinde doch bitte melden. Es werden nämlich noch Mitstreiter/Mitstreiterinnen gesucht, die dabei helfen, Bild & Ton der Gottesdienste ins Internet zu bringen.

Wer sich eine Mitarbeit in diesem – gerade aktuell – so wichtigen Bereich vorstellen kann, der möge sich doch bitte per eMail an technik@weilburg-feg.de wenden oder Uwe Ratz direkt ansprechen.

Sommerliche Grüße aus Limburg

Christoph Genz

ACHTUNG + Kinder und Eltern + ACHTUNG + Kinder und Eltern + ACHTUNG

In den Sommerferien ist immer am Anfang des GoDi ein kleiner Beitrag für die Kinder geplant. Das kann mal ein Videoclip sein, aber auch ein Beitrag im Gottesdienst. Die KiGo Mitarbeiter werden sich abwechseln und für Euch immer was Neues vorbereiten.

Vokabeltest

Wenn zu Schulzeiten dieser Begriff aus dem Munde des Lehrers kam, hat es mich immer durchzuckt. Sofort war klar: „Entweder hast Du es drauf oder nicht.“ Blieb noch die Hoffnung, dass hauptsächlich die Worte von der ersten Seite abgefragt wurden und nicht die, die ganz hinten standen und bis zu denen man beim Lernen nicht mehr gekommen war.

Aber selbst wenn es bei dem Test noch nicht so richtig geklappt hat, wurden nach und nach trotzdem auch neue Begriffe selbstverständlicher Teil des Wortschatzes.

Ich glaube, wir alle haben – vielleicht ohne dass es uns bewusst war – unseren Wortschatz in den letzten Monaten erheblich erweitert.

Mal ganz ehrlich: Wer von uns hätte am Anfang des Jahres erklären können, was ein „Lockdown“ ist oder was es mit „Social-Distancing“ und „Systemrelevanz“ auf sich hat? Oder wer hätte etwas mit den Begriffen „Reproduktionswert“, „Ellenbogengruß“ oder „Öffnungsdiskussionsorgie“ anfangen können? Geschweige denn mit einem „Corona-Abitur“ oder einem „Hygienekonzept für Kirchen und Gemeinden“ .

Aber inzwischen gehen wir ganz selbstverständlich mit all diesen Worten um. Wir sind mehr und mehr angekommen in der „neuen Realität“. (Übrigens auch so eine Wortschöpfung im Zuge der Corona-Krise).

Was ist das eigentlich, diese „neue Realität“?

Mir ist das vor kurzem an einem kleinen Beispiel deutlich geworden. Fast beiläufig ließ ein Pastorenkollege in einem Gespräch den Satz fallen: „Ich glaube, dass wir in diesem Jahr keinen normalen Gottesdienst – so wie früher – mehr feiern werden.“

Ich habe gemerkt, wie ich mich innerlich dagegen aufgelehnt habe. Das kann und darf doch nicht sein. Irgendwann muss doch wieder alles beim Alten sein.

Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto deutlicher wird mir, dass es in meiner Lernkurve hier noch Luft nach oben gibt. Die vielen neuen Vokabeln habe ich verinnerlicht, aber was sie im Tiefsten bedeuten, muss ich wohl nach und nach erst erfassen.

Auch als Gemeinde sind wir mehr und mehr dabei, in dieser „neuen Realität“ anzukommen. Wir feiern wieder unsere Gottesdienste im Gemeindehaus. Das aber unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen und parallel als Livestream. Wir sind dabei, auszuloten, wie Gemeindegruppen unter Einhaltung von Hygienevorschriften trotzdem wieder zu lebendigen Zellen werden können. Wir nehmen die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen aufmerksam wahr und prüfen, wie wir verantwortungsvoll damit umgehen können.

Das alles bringt einiges wieder in Bewegung, was monatelang stillgestanden hat. Aber es ist eben nicht eine Rückkehr zu dem Alten. Und das müssen wir miteinander realisieren, egal, wie wir es nennen. Und muss das wirklich nur schlecht sein?

Eine „neue Realität“ bringt auch viele neue Chancen mit. Aber wir müssen uns entscheiden, sie anzunehmen und aktiv zu gestalten. Die Sehnsucht danach, dass bald alles wieder beim Alten sein muss, ist mehr als verständlich. Aber nur darauf zu warten, hilft wahrscheinlich nicht weiter.

Eines wird sich allerdings nicht verändern: Die Treue und Zuverlässigkeit von Jesus Christus, der seine Gemeinde schon durch ganz andere Zeiten gebracht hat. Über ihn heißt es im Hebräerbrief: „Jesus Christus ist und bleibt derselbe, gestern, heute und für immer.“ (Hebräer 13,8 Hoffnung für alle)
Daran kann niemand rütteln, selbst ein Corona-Virus nicht. Und deshalb ist es gut, diese Zusage nicht nur immer wieder neu in unseren Wortschatz aufzunehmen, sondern auch in unser Herz.

Mit lieben Grüßen in diesen bewegten Zeiten,

Hartmut Hunsmann