Liebe Geschwister und Freunde der Gemeinde,

wir leben in wirklich bewegten Zeiten. Kaum jemand hätte sich vor Kurzem vorstellen können, dass das Leben in unserem Land sich so verändert. Fast stündlich gibt es neue Meldung zur Ausbreitung des Corona Virus und dazu, wie wir uns nun verhalten sollen.

Als Gemeinde können wir keine Gottesdienste mehr miteinander feiern und auch Zusammenkünfte in kleineren Gruppen erweisen sich zunehmend als schwierig oder sind sogar nicht mehr möglich. Das hat auch zur Folge, dass wir zum Beispiel eben nicht mehr bei einer Tasse Kaffee am Sonntagmorgen miteinander reden und uns darüber austauschen können, was uns gerade bewegt.

Niemand kann im Augenblick absehen, wie lange die Verhältnisse so bleiben werden und welche Entwicklungen sich noch vollziehen werden.

Aber wir leben Gott sei Dank – und das meine ich jetzt wirklich genau so – auch in einer Zeit, in der wir viele andere Möglichkeiten haben, miteinander in Verbindung zu bleiben. Das Telefon ist und bleibt eine geniale Erfindung. Hier kann man nach wie vor ohne Ansteckungsgefahr bedenkenlos reden, fragen, sein Herz ausschütten… Und daneben ist es für viele von uns genauso selbstverständlich, andere elektronische Medien zu nutzen, um in Kontakt miteinander zu bleiben.

Dazu möchte in diesen Tagen besonders viel Mut machen. Als Pastor der Gemeinde freue ich mich darüber, wenn wir miteinander telefonieren oder schreiben. Nicht nur dann, wenn es etwas Besonderes zu klären gibt. Vielleicht liegt ja sogar eine Chance darin, manches, was sonst nur so mal „nebenbei“ kurz abgehandelt worden wäre, mit ein paar Sätzen mehr in Ruhe am Telefon zu besprechen.

Das Gemeindeleben und sicher auch unser persönliches Lebensumfeld werden sich in den nächsten Tagen und Wochen anders gestalten, als wir es bis jetzt gewohnt waren. Ich möchte Euch mit diesen Zeilen einfach Mut machen, das nicht nur als Last, sondern auch als Chance zu betrachten.

Ein Telefongespräch oder eine Mail können vielleicht dazu beitragen, das zu entdecken. Gerne nehme ich mir in den nächsten Tagen / Wochen Zeit für solche Gespräche. Und ich denke, das gilt nicht nur für mich, sondern für die ganze Gemeindeleitung.

Darüber hinaus könnte es ja auch sein, dass der ein oder andere ganz praktische Hilfe benötigt – Hilfe beim Einkaufen, Fahrdienste, weil der öffentliche Verkehr eingeschränkt ist usw. Bitte scheut Euch nicht, Euch einfach zu melden. Wir werden Lösungen finden. Miteinander sind wir bemüht, Wege zu finden, wie wir auch geistlich miteinander in guter Verbindung bleiben können. Darüber werden wir in den nächsten Tagen weiter informieren. Bis dahin wünsche ich Euch allen eine gute Gelassenheit und den Blick auf Jesus, der schon mit ganz anderen Dingen fertig geworden ist, als mit einem Virus.

Mit lieben Grüßen

Hartmut Hunsmann